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Naturheilverfahren

Was ist Naturheilkunde?

Naturheilmittel und natürliche Heilmethoden gibt es, seit es Menschen gibt und ist die älteste Form der Medizin überhaupt. Ziel ist die Vorbeugung und Heilung von Krankheiten unter Verwendung von naturbelassenen Heilmitteln und der natürlichen Umwelt. Da der Mensch ja Teil der Natur ist, findet er auch Heilung in den Naturkräften, wie sie Sebastian Kneipp in seinen "5 Säulen der Naturheilkunde" nennt:
Licht, Luft, Wasser, Bewegung und Ernährung.
Naturheilkunde zielt darauf ab, durch dosierte Entlastung und Belastung die körpereigenen Regulationskräfte zu stärken.
Klassische Naturheilverfahren sind die Therapieformen, die keine aufwendigen apparativen Techniken einsetzen, sondern mit den Naturfaktoren (Licht, Luft, Wasser...) und Lebenskraft anregenden Mitteln, aber auch mit Nachahmung der Naturkräfte oder Energetischen Methoden arbeiten.
Klassische Naturheilverfahren sind z.b.:
  • Hydro-/Thermotherapie
  • Bewegungstherapie
  • Ernährungstherapie
  • Phytotherapie
  • Ordnungstherapie
 
sogenannte erweiterte Naturheilverfahren sind z.B.:
  • Ableitungs-/Ausleitungsverfahren
  • Mikrobiologie
  • Neuraltherapie
 
Oftmals werden auch Therapien, die in sich Ganzheitlich und schonend arbeiten, zur Naturheilkunde gezählt,obwohl sie eigene Fachrichtungen sind aufgrund ihrer tiefgreifenden und umfassenden/umfangreichen Konzepten, wie z.b.:
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
  • Klassische Homöopathie

Wirkungsweise/Wirkprinzip

Naturheilkundliche Therapien werden oft nach ihrem Wirkprinzip eingeordnet.
  1. Reiztherapie: Ein Reiz (z.b. Wärme, Kälte,) wird eingesetzt, um den Körper zu einer Reaktion anzuregen, die ihn dazu veranlasst, sich selbst in Richtung Heilung zu bewegen.. Voraussetzung ist, dass der Körper überhaupt in der Lage ist, zu reagieren und dass der Reiz angemessen ist auf die Reaktionsfähigkeit des Einzelnen. Reizetrainieren die Lebenskrraft und das Abwehrsystem.
  2. Immunmodulation/Immunstimulation: Hier wird eine Stärkung der Abwehrkräfte beabsichtigt (z.b. mit Pflanzlicher Unterstützung spezifischer Ernährung, angemessener Lebensweise...) , was in unserer heutigen Lebensführung dringend erforderlich ist. Kinder dürfen ihr Immunsystem nicht mehr durch die Kinderkrankheiten trainieren, Kinder und Erwachsenen impfen sich regelmässig, Fieber wird im Ansatz unterdrückt, Krankheiten mit chemischen Mitteln weggedrückt.So entstehen neuartige Symptomenkomplexe, Autoimmunerkrankungen und Allergien werden zu Volkskrankheiten.
  3. Umstimmungstherapien: Sie sollen die Reaktionsbereitschaft im Körper ändern, wie es etwa die Neuraltherapie macht durch Änderungen der elektrischen Ladung und des Energieniveaus der Zellen, oder auch der Einsatz von Akupunkturnadeln oder physikalische Theerapien.
  4. Energetische Therapien: Hierunter fällt alles, was "ohne materielle Substanz" wirkt, also "Nicht-Stofflich" ( etwa Homöopathie, Bachblütentherapie...) oder aber alle Therapieformen, die Energetischen Ausgleich im Organismus herstellen ( Akupunktur, Shiatsu, Reiki, Kinesiologie, ...).
  5. Substitutionstherapie: hier werden Soffe dem Organismus zugeführt ( z.b. Pflanzenwirkstoffe, Vitamine, Mineralstoffe,..). Hier gilt, wie bei aller Medikation: zu wenig hilft nicht genügend, die richtige Dosis heilt, zu viel kann giftig sein.

Fazit

Es gibt viele Ansätze, die Naturheilkunde zu gliedern. wichtiger ist jedoch, die Methode zu finden, die gerade für die momentane Situation und gerade für diesen Organismus das beste, heilsamste und verträglichste ist. Natürlich spielen dabei Vorlieben eine Rolle, der Patient darf hier wählen, was ihm am verständlichsten ist und wobei er am besten mitarbeiten kann.

Denn auf eines sei noch einmal hingewiesen:
Der Heilpraktiker allein bietet all sein Können und all sein Wissen und seine Zeit an. Ergreifen kann es nur der Patient selbst mit seinem Willen zur Heilung, seiner Bereitschaft zur Veränderung und seiner Bereitschaft, mitzuwirken! Daher sind der Heilpraktiker und der Patient ein Team, und je besser dieses Team zusammenarbeitet, umso vortrefflicher ist das Ergebnis!
 
*Rechtlich erforderlicher Hinweis: Die oben aufgeführten Therapie-und Diagnoseformen werden in der Naturheilkunde mit Erfolg angewandt, obgleich sie in der Schulmedizin zum Teil umstritten oder abgelehnt werden oder als "nicht wissenschaftlich bewiesen" gelten.

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